Ohrkorrekturen / Ohrmuschelplastiken

Form und Funktion des äußeren Ohres hängen eng zusammen. Es gibt verschiedene Formabweichung der äußeren Ohren gegenüber dem gefälligen Normalbefund. Die häufigste Störung sind abstehende Ohren, aber auch andere Formfehlbildungen können korrigiert werden.

Am Anfang steht eine ausführliche Untersuchung mit anschließender Beratung und anschließender befundbezogener Operationsplanung.

Zahlreiche Verfahren stehen uns zur Verfügung, grob unterscheidet man zwischen faltenden Operationen (die Ohrmuschel wird neu gefaltet) und knorpelresezierenden Verfahren (hier wird durch Teilentfernung des Knorpels eine neue Form geschaffen) oder der Kombination aus beiden Verfahren.

Bei erwachsenen Patienten können diese Eingriffe sehr gut in örtlicher Betäubung durchgeführt werden, bei Kindern, die den weit größten Anteil stellen, bevorzugen wir die Operation in ambulanter Vollnarkose.

Die Schnittführung liegt meist im nichtsichtbaren Bereich an der hinteren Ohrmuschel. Nur selten muss man die Ohrmuschel auch von vorn operieren.

Nach der Operation wird für die ersten drei Tage ein zirkulärer Kopfverband angelegt, der beide Ohren mit fixiert. Nach sieben Tagen erfolgt die Entfernung der Fäden. Ab dem 4.Tag wird ein Stirnband getragen, was die Ohren mit einschließt. Dieses Stirnband sollte wenigstens drei Monate insbesondere nachts getragen werden.

Bei völlig verstümmelten Ohren, durch Fehlbildungen oder Tumor- und Verbrennungsdefekten, kann eine Wiederherstellung der äußeren Ohrform unmöglich sein, sodass es besser ist, das äußere Restohr zu entfernen und eine im Schädelknochen mit Implantaten verankerte Epithese anzufertigen.

Die Ergebnisse entsprechen dem natürlichen Vorbild, nicht zuletzt dank der Fortschritte der Epithetik in den letzten Jahren.