Facelifting / Gesichtshautstraffung

Unter dem Begriff Facelifting fassen wir eine Vielzahl unterschiedlicher Operationen zusammen. Neben der eigentlichen Straffung der Gesichtshaut, des Fettes und der Muskulatur an verschiedenen Teilen des Gesichtes, der Stirn und des Halses kommen auch eine Fülle von ergänzenden Maßnahmen, wie Lidplastiken, Laserbehandlungen oder Faltenbehandlungen mit injizierbaren Implantaten oder Botulinumtoxin zur Anwendung.

Die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung ist daher immer eine eingehende Untersuchung und Beratung.

Wir führen diese Operationen vorzugsweise ambulant in Vollnarkose durch. Selten ist eine stationäre Übernachtung erforderlich.

Die Schnittführungen hängen vom gewählten Verfahren ab und werden ihnen vorher demonstriert. Sie verlaufen in der Regel vor dem Ohr und werden je nach Schwerpunkt des Liftings in den behaarten Schläfenbereich und behaarten Nackenbereich ausgedehnt. Es werden nicht nur die Hautschichten, sondern auch das darunter liegende Gewebe gestrafft, manchmal sogar die Knochenhaut (subperiostales Lifting). Nach der Operation wird das Gesicht mit einem festen Verband gewickelt, Augen, Mund und Nase bleiben frei.

Am darauf folgenden Tag wird der straffe Operationsverband gegen einen lockeren Verband gewechselt und eventuell eingebrachte Drainagen werden entfernt. Ab dem dritten Tag nach der Operation dürfen sie wieder duschen und sich vorsichtig die Haare waschen. Die Fäden werden am achten bis zehnten Tag nach der Operation entfernt.

Bei Halsstraffungen oder Fettabsaugungen erhalten sie von uns eine Bandage, die sie zumindest nachts für drei Monate tragen sollten.

Ungefähr zwei Wochen nach dem Eingriff sollten sie sich Ruhe gönnen und berufliche und private Aktivitäten zurückstellen.

In der wissenschaftlichen Literatur und Boulevard-Presse sind Komplikationen nach Facelifting beschrieben worden. Die wohl gravierendste Komplikation ist die Verletzung des Gesichtsnervs mit einer damit verbundenen Lähmung der mimischen Muskulatur. In der Literatur wird diese mit 2-5% angegeben, im eigenen Patientengut ist sie deutlich seltener. In 25 Jahren Faceliftchirugie haben wir sie erst einmal erlebt.

Selbstverständlich kann es zu mehr oder weniger ausgeprägten Blutergüssen kommen. Diese sind leicht zu behandeln und heilen in der Regel folgenlos ab. Vorübergehende Gefühlsstörungen im Bereich des Ohrläppchens sind eine unumgängliche Operationsfolge und heilen von selbst wieder ab.